0

Leben nach Zahlen

Self-Tracking als Optimierungsprojekt?

Duttweiler, Stefanie / Gugutzer, Robert / Passoth, Jan-Hendrik / Strübing, Jörg
Erschienen am 01.08.2016
29,99 €
(inkl. MwSt.)

Lieferbar innerhalb 2 - 3 Tagen

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783837631364
Sprache: Deutsch
Umfang: 352
Format (T/L/B): 22.0 x 14.0 cm

Beschreibung

Was ändert sich, wenn Selbsterkenntnis zum digitalen Produkt wird? Ob Kalorien, Schritte, Blut- oder Stimmungswerte: Am Körper getragene mobile Geräte messen, überwachen und coachen alltägliches Verhalten und körperliche Leistungen. Die technisch vermittelte Erforschung, Steuerung und Optimierung des Selbst - das sogenannte »Self-Tracking« - etabliert nicht nur neue Verhältnisse von Körper, Technik und Wissen, sondern verwischt gleichermaßen die Grenze zwischen Selbst- und Fremdführung. Die Beiträge des Bandes fragen nach den gesellschaftlichen Bedingungen und den Auswirkungen dieser Transformationen und den damit einhergehenden Veränderungen zeitgenössischer Selbst- und Körperverhältnisse.

Autorenportrait

Stefanie Duttweiler (Dr. phil.), geb. 1967, lehrt Soziologie mit dem Schwerpunkt Technologien des Selbst an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Robert Gugutzer, geb. 1967, ist Professor für Sozialwissenschaften des Sports an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er hat Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaften an den Universitäten Tübingen und München studiert, wurde 2001 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg promoviert und habilitierte sich 2011 an der Universität Augsburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Körper- und Sportsoziologie sowie die Neophänomenologische Soziologie. JanHendrik Passoth ist Professor für Techniksoziologie an der European New School of Digital Studies, EuropaUniversität Viadrina Frankfurt (Oder). Er forscht zu soziologischen Praxistheorien und arbeitet zur Rolle digitaler Infrastrukturen für Demokratie und Politik, zu Softwareentwicklung als verantwortungsvolle soziale Praxis und über die Möglichkeiten der Intervention in und Kritik an Digitalisierungsprojekten durch kritisches Design. Jörg Strübing (Prof. Dr. rer. pol.), geb. 1959, lehrt Methoden der qualitativen Sozialforschung sowie Wissenschafts- und Techniksoziologie an der Eberhard Karls Universität in Tübingen.

Rezension

»Der Sammelband [...] behandelt facettenreich die Frage, unter welchen Umständen Selbstvermessung ein ›Optimierungsprojekt‹ darstellt.« Stefan Selke, Soziologische Revue, 44/1 (2021) »Das Buch [sei] allen am Thema interessierten empfohlen.« David Hill, Philosophisches Jahrbuch, 125/1 (2018) »Die Beiträge [bieten] einen guten Einblick in den derzeitigen Forschungsstand zum Thema Self-Tracking.« Lisa Schwaiger, Sociologica Internationalis, 1-2 (2018) »Wie gestaltet sich die ›methodische Lebensführung‹ also heute? Der Band liefert dazu interessante und hilfreiche Hinweise.« Wolfgang Hippe, Kulturpolitische Mitteilungen, 158/3 (2017) »Mit angenehm wenig Hysterie [...] findet der Versuch statt, sich dem Thema aus den unterschiedlichen Forschungsbereichen, wie zum Beispiel Medizin, Fitness, Gamification, Marketing u.v.m. anzunähern. Die einzelnen Artikel bieten interessante Blickwinkel und zeigen spannende Forschungsfelder rund um das Thema ›Self-Tracking‹ auf.« Julia Bast/Aline Braun, http://www.surveillance-studies.org, 20.06.2017 Besprochen in: http://bundeswirtschaftsportal.de, 26.09.2016 http://www.frauenberatenfrauen.at, Bettina Zehetner UniReport, 6 (2016) Gen-ethischer Informationsdienst, 2 (2017), Isabelle Bartram SPOLIT, 11 (2017)